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Familienfreundliche Unternehmen

Sweet Tec GmbH

Gründungsjahr
Toffee Tec GmbH: November 2002 / Sweet Tec GmbH: Mai 2004 (Schwesterunternehmen Toffee Tec)
Produktionsbeginn

Toffee Tec: 2003 / Sweet Tec: 2006
Unternehmenssitz: Boizenburg/ Elbe
Branche: Zuckerwarenproduktion
Zahl der Beschäftigten: 300
Durchschnittsalter: 35 Jahre

 

Oliver Schindler

Geschäftsführer Sweet Tec GmbH

Geschäftsführer Oliver Schindler erzählt über seinen Weg von Rachengold zu Sweet Tec und warum er eigentlich schon bei seiner Geburt einen Bonbon im Mund hatte.

 

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Ridvan Kurteshi

Produktionsleiter bei Sweet Tec und Bonbonfan

Ridvan Kurteshi ist Produktionsleiter bei Sweet Tec und arbeitet seit fast 20 Jahren dort. Er erzählt, warum das so ist, warum er am liebsten Latte Macchiato Bonbons lutscht und warum er gerne im Unternehmen alt werden möchte.

 

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Oliver Schindler

Geschäftsführer Sweet Tec GmbH

Von Karlsruhe nach Boizenburg mit einem Bonbon in der Tasche

Jeder der "Charlie und die Schokoladenfabrik" kennt und liebt, aber dessen Neigung eher beim süßen Lutscher liegt, sollte sich in der Bonbonfabrik Sweet Tec genauer umschauen. Das Unternehmen, direkt gelegen an der B5, am Rande des Städtchens Boizenburg, wartet mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Sorten köstlichster Kaubonbons, Lutscher und Bonbons auf und macht nicht nur Kinderherzen glücklich. Die Geschichte hinter den Bonbons reicht dabei weit zurück bis ins entfernte Karlsruhe. Dort hat Geschäftsführer Oliver Schindler seine Wurzeln.

"Ich bin quasi mit einem Bonbon im Mund aufgewachsen",

scherzt er und erinnert sich an seine ersten Schritte im Unternehmen Rachengold, welches damals sein Vater führte. 2002 habe er sich dann mit seinem eigenen Betrieb Toffee Tec selbständig gemacht, weil es mit dem Generationenwechsel leider nicht so geklappt habe. Es gibt nichts was er bereut, stolz schaut er zurück. Vor allem das Jahr 2004 war besonders wichtig, als er sein Unternehmen um Sweet Tec erweitern konnte und sich so die Produktvielfalt vergrößerte. Mittlerweile arbeiten in Boizenburg in der Unternehmensgruppe fast 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Wohl Herrn Schindler sehr am Herzen liegt.

"Als wir damals gestartet sind, haben wir uns stark auf Jugendarbeitslosigkeit gestützt und sind dadurch sehr jung."

Es war ihm zum Start ein Anliegen die junge Generation zu unterstützen und seinen Beschäftigten bei der Gründung einer Familie tatkräftig zur Seite zu stehen. In diesem Zuge entstand, in Zusammenarbeit mit dem DRK, ein Betriebskindergarten in Boizenburg. Diesen nutzen auch viele Pendler, welche nicht bei Sweet Tec arbeiten. "Nicht nur für uns, sondern für die Stadt", fügt der 48-Jährige hinzu und ein Lächeln umspielt dabei sein Gesicht.

"Unser Motto ist ja‚ 'Anders als alle Anderen' und der Gedanke dahinter ist, gut zu entlohnen und sich von anderen zu differenzieren",

gibt der Vater einer Patchworkfamilie zu bedenken. Es ist in seinen Augen wichtig, seine Mitarbeitenden zu unterstützen - finanziell wie auch privat. Sie werden durch Fachkräfteweiterbildungen gefördert und durch besondere Aufmerksamkeiten belohnt. "Wir haben unseren Mitarbeitern ein iPad zukommen lassen", sagt Oliver Schindler und berichtet amüsiert, dass es daraufhin sogar einen Anruf eines anderen Unternehmens gab, welches sich verwundert über dieses Ereignis erkundigte. "Es ist heute eine ganz andere Art der Kommunikation" und diese möchte er optimieren. Unterstützend findet dazu der so genannte "Fabrikfunk" statt. In den Zeiten des Hochwassers bewährte es sich als ein hervorragendes Kommunikationsmittel für alle Betroffenen, gibt er mit einem stolzen Lächeln hinzu. Vor allem diene es aber als Forum für positive und negative Kritik. Es soll einen produktiven Austausch geben und auch Führungskräfte müssen in seinen Augen damit umgehen können.

Während wir reden, schaut er auf die Uhr. Seine Termine reihen sich aneinander und man merkt ihm den Druck an, der hinter seiner Position steht. Er setzt seine Tasse Kaffee an und entspannt sich wieder. Kurz erinnere ich mich an den Weg durch die Fabrik und die Fließbänder mit den tausenden bunten, köstlichen Bonbons. Wie in einem Schlaraffenland und bevor meine Gedanken ganz in der bunten Welt des Zuckers verschwinden, erzählt Herr Schindler von der Fußballmannschaft, dem Volleyballfeld und dem Fitnessbereich, welchen die Beschäftigten jederzeit nutzen können.

Das würde sich auch anbieten bei dem Schichtsystem in seinem Betrieb. Man könne vor oder nach dem Dienst gern auch noch aufs Laufband springen und sich einen körperlichen Ausgleich schaffen. Gesundheit schreibt er groß. Seinen Standard beschreibt er dabei nicht nur durch seine mit 24 Gold- und 5 Silber-Medaillen ausgezeichneten Produkte durch das DLG-Testzentrum, sondern auch durch sein Engagement in der Stadt Boizenburg. Kreativ, innovativ und vielschichtig schreitet Herr Schindler mit seinem Unternehmen Richtung Zukunft und ähnlich wie Willy Wonka in seiner Schokoladenfabrik steht Herr Schindler bei Sweet Tec mit den Taschen voll neuer und qualitativ hochwertiger Bonbons.

Ridvan Kurteshi

Produktionsleiter bei Sweet Tec

Es hat morgens immer nach Bonbons gerochen

Eigentlich stammt er aus dem Kosovo, da aber sein Land vom Krieg gezeichnet war, musste Ridvan Kurteshi es 1992 verlassen. Er zog dann nach Karlsruhe und jeden Morgen, wenn er das Haus verließ, roch es nach Bonbons. Süß und angenehm zogen ihm die Gerüche in die Nase. Da er als Kind schon immer gerne Süßigkeiten naschte, dauerte es nicht lange bis er den Ursprung dieser Düfte suchte. Die Bonbonfabrik von Herrn Schindlers Vater lag direkt gegenüber und er hat dann irgendwann nach Arbeit gefragt. Das war 1995. Mittlerweile ist der 37-Jährige Vater von drei Jungen und glücklich verheiratet. Nostalgisch erzählt er, dass bis heute Latte Macchiato und Cappuccino seine Lieblingssorten wären, trotz des Umzugs und Firmenwechsels nach Mecklenburg-Vorpommern.

"Natürlich war Boizenburg neu für mich im Vergleich zu Karlsruhe, aber die Aufgabe war für mich nichts Neues."

Er habe bei Rachengold als Schichtleiter begonnen und mit dem Umzug irgendwann den Aufstieg zum Produktionsleiter geschafft. "Ich bin mit gewachsen", fügt er hinzu und erzählt davon, dass er sich gut vorstellen könne hier auch alt zu werden.

"Es gibt hier sehr gute Sportangebote wie Fußball, Volleyball oder Fitness."

Er brauche das für die Entspannung, bestätigt er sich selbst kopfnickend. Besonders begeistert ist er von dem Betriebskindergarten, welcher es seiner Frau ermöglichte, als Teilzeitkraft am Empfang von Sweet Tec zu arbeiten. Sein Kleinster sei zwei Jahre und es war eigentlich kein freier Platz in der Einrichtung vorhanden. Die Unternehmensleitung hat für seine Familie extra einen geschaffen. Er schmunzelt und freut sich über die merkliche Unterstützung im privaten Bereich. Während ich ihn nach möglichen Problemen löchere, fällt ihm nur ein, dass er anfänglich mit dem legeren Ton im Unternehmen zu kämpfen hatte. Bei Herrn Schindlers Vater haben sich alle gesiezt und bei Sweet Tec gab es auf einmal das >Du<. Ein Umstand der gewöhnungsbedürftig für ihn war, aber letztlich ein sehr familiäres Gefühl vermittle.

"Ich fühle mich wie zu Hause",

gibt er am Ende zu und bringt mich zur Tür. Ich erhasche erneut einen kurzen Blick auf ein Fließband, von welchem die bunten Bonbons wie Regentropfen herunterfallen.