Springe direkt zu:
Servicenavigation:

Einleitung:



Hauptnavigation:

Inhaltsbereich:
  • ---
  • ---
  • ---
  •  

    Webasto Thermo & Comfort SE
    Werk Neubrandenburg
    Werner-Baier-Straße 1
    17033 Neubrandenburg

    Anreas Dikow

    Tel.: +49 (0)395 5592-240

    E-Mail:Andreas.Dikow@webasto.com
    Webseite: www.webasto.com

     

     

     

     

    »ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT

     

Familienfreundliche Unternehmen

Webasto Neubrandenburg GmbH

Gründungsjahr: 1901 Webasto, 1990 Werk Neubrandenburg
Unternehmenssitz: München-Stockdorf
Branche: Automobilzulieferer-Industrie
Beschäftigte: 700 inkl. 67 Azubis
Altersdurchschnitt: 43 Jahre

Andreas Dikow

Geschäftsführer Webasto Neubrandenburg GmbH
Das Unternehmen Webasto setzt auf Vertrauensarbeitszeit, 360-Grad-Feedback, eine Ausbildungsquote und Nachwuchsführungskräfte - und gewinnt damit eine Auszeichnung nach der anderen. Wir haben uns die Philosophie des Unternehmens näher angesehen, das am Standort Neubrandenburg 700 Mitarbeitende beschäftigt.

Mehr...

Anja Hergt

Disponentin Webasto Neubrandenburg GmbH

Vom "kleinen Mäuschen", wie Anja Hergt selbst von sich sagt, entwickelte sich die zweifache Mutter zu einer Nachwuchsführungskraft. Wie das Unternehmen Webasto sie dabei unterstützt hat, erklärt die junge Frau im Gespräch.

Mehr...

Andreas Dikow

Geschätsführer Webasto Neubrandenburg GmbH

Herr Dikow im Gespräch mit Frau Hergt

Arbeiten in einem ausgezeichneten Unternehmen

Im modern rekonstruierten Speichergebäude fallen neben viel Glas und Offenheit auch die Auszeichnungen auf: etwa die als "Top-Arbeitgeber", "Top-Ausbildungsbetrieb" oder "Beste Marke Deutschland". Dr. Andreas Dikow leitet die Geschäfte am Neubrandenburger Standort. Der 52-Jährige strahlt Vertrauen, Kompetenz und Bodenständigkeit aus. Das Unternehmen produziert hier Fahrzeugheizungen für PKW und für Nutzfahrzeuge. Der Name Webasto entstand übrigens aus den Initialen des Gründers Wilhelm Baier und des Ortes Stockdorf bei München, wo sich heute noch der Sitz des Familienunternehmens befindet, wie Dr. Andreas Dikow verrät.
Dikow, promovierter Maschinenbauingenieur mit einem guten Händchen für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung, begleitete als Geschäftsführer des REFA-Verbandes Mecklenburg-Vorpommern lange Jahre Firmen im Land. Webasto warb ihn dort 2009 ab. "Ich habe bei Webasto als Logistikleiter begonnen. Nach einer Umstrukturierung habe ich die Werkleitung übernommen. Heute bin ich Werkleiter dieses Standortes und Geschäftsführer der Webasto Neubrandenburg GmbH."

Ausbildung von Nachwuchskräften

Die Ausbildungsquote liegt derzeit bei über 7 Prozent. Von den etwa 700 Mitarbeitenden sind derzeit 67 Auszubildende: etwa Büro- und Industriekaufleute, Mechatroniker, Fertigungsmechaniker, Fachlageristen, Werkzeugmechaniker und Produktdesigner. Das Unternehmen brachte in der Vergangenheit mehrfach beste Lehrlinge hervor, ist eng vernetzt mit Schulen und Hochschulen und unterstützt junge Menschen auf ihrem beruflichen Weg mit unterschiedlichen Modellen - zum Beispiel durch ein Duales Studium.

Aus regelmäßigen Zielplanungsgesprächen und bewerteten Leistungspotenzialen werden Entwicklungspläne für potentielle Fach- oder Führungslaufbahnen abgeleitet. "Es gibt ein zentrales Nachwuchsführungskräfte-Programm, das mit einem Assessment startet und zu dem auch das 360-Grad-Feedback gehört; dabei beurteilen die geführten Mitarbeitenden die Führungskraft, während die Vorgesetzten die Führungskräfte beurteilen. Dazu gibt es ein Feedback-Gespräch mit einem ausgebildeten Moderator und das Entwicklungsprogramm, das sich die Führungskraft selbst vornimmt", erklärt Dikow und berichtet, dass Neubrandenburg dazu ein eigenes Führungspraxishandbuch entwickelt hat: "Wir haben hier am Standort angefangen, uns selbst immer wieder den Spiegel vorzuhalten und uns zu fragen, was es eigentlich heißt, eine gute Führungskraft zu sein? Woran könnten Mitarbeitende erkennen, dass Vorgesetzte gute Führungskräfte sind?"

Kommunikation ist alles

Wichtiger Teil der Unternehmens- und Führungskultur ist bei Webasto daher auch die Kommunikation. Andreas Dikow erklärt warum: "Unsere Mitarbeitenden zeigen uns immer wieder, dass sie eingebunden werden wollen. Sie wollen nicht vor Tatsachen gesetzt werden, sondern die Chance haben, sich mit Themen zu beschäftigen, sich selbst mit einzubringen und Vorschläge zu machen, um mitgenommen zu werden." Webasto arbeite aus diesem Grund daran, die Kommunikation weiterzuentwickeln und setze dafür unter anderem auf Befragungen zum Zufriedenheitsstand der Mitarbeitenden: "Das machen wir regelmäßig, um zu sehen, welche Themen unsere Mitarbeitenden bewegen, an welchen Stellen es Vorschläge für Verbesserungen und für Weiterentwicklungen gibt und wo sich die Sichtweise und die Bedeutung mancher Themen verändert. Natürlich wollen wir, dass unsere Mitarbeitenden sich wohlfühlen und dass wir sie langfristig an unser Unternehmen binden können." Zur Strategie gehöre auch, dass die Themen und Entscheidungen der wöchentlichen Führungsrunden durch veröffentlichte Protokolle transparenter werden; es gebe regelmäßige Betriebsversammlungen, Mitarbeiterinformationen und schließlich eine Mitarbeiterzeitschrift.

Für die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben hat Webasto interessante Arbeitszeitmodelle entwickelt. Für die Mitarbeitenden im Zwei-Schicht-System wurde das Vario-Arbeitszeitmodell mit einem Korridor von 200 Stunden eingeführt. Andreas Dikow erläutert das System: "Wir bauen ja Heizungen nicht das ganze Jahr über in der gleichen Stückzahl. Das schwankt sehr stark. Im Winter sind es mehr als im Sommer. Wir nutzen die Vario-Konten, um im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Mehrarbeit aufbauen zu können, meistens durch zusätzliche Samstagsschichten oder Nachtschichten. Diese Vario-Zeiten stehen den Mitarbeitenden dann zur Verfügung und können zum Beispiel dafür genutzt werden, aus privaten Gründen mal drei Stunden früher zu gehen."

Vertrauensarbeitszeit für mehr Flexibilität

Für die anderen Mitarbeitenden hat Webasto vor einigen Jahren Vertrauensarbeitszeit eingeführt. Weder für eine Kernarbeitszeit noch für Beginn oder Ende des Arbeitstages gebe es dabei Vorgaben. Auch Zeiten werden nicht erfasst: "Insofern können die Mitarbeitenden, wenn sie zum Beispiel Kinder haben, Beginn und Ende ihrer Arbeitszeit danach richten, wie Kindergärten oder Schulen oder sonstige Verpflichtungen das ermöglichen. Sie könnten auch zwischendurch Verpflichtungen wahrnehmen, wenn es mit ihrem Aufgabenfeld vereinbar ist", macht Andreas Dikow die Vorteile der Vertrauensarbeitszeit deutlich.

Bei der Bezahlung orientiere sich Webasto am Tarif, sei jedoch nicht tarifgebunden: "Wir zahlen bei einer 40-Stunden-Woche ein Entgelt, das durchaus angemessen ist", findet Andreas Dikow. Zudem gebe es ein Gewinnbeteiligungsmodell, bei dem die Mitarbeitenden am Jahresende einen gewinnabhängigen Bonus erhalten.

Gesundheit als Unternehmensziel

Kundenzufriedenheit, Topqualität, Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement sind bei Webasto Unternehmensziele. Erstmals gebe es im August 2013 deshalb statt eines Gesundheitstages eine ganze Gesundheitswoche: "Um auch den Beschäftigten in Schichtarbeit eine Chance zu geben, sich daran zu beteiligen", erklärt Dikow "Wir wollen ein Stückchen sensibilisieren, deshalb muss niemand, aber man kann. Die Mitarbeitenden werden für zwei Stunden von der Arbeit freigestellt - bezahlt! -, können verschiedene Stationen durchlaufen und Anregungen bekommen, was sie alles tun könnten. Auch eine Kurzcheck ist dabei, wie es um ihre Fitness bestellt ist." Die Sektionen der Betriebssportgemeinschaft stellen sich vor und das Betriebsrestaurant beteiligt sich mit passenden Gerichten und Rezeptvorschläge zum Mitnehmen. "Wir haben vor kurzem einen sehr schönen Vortrag gehört von einem der Top-100-Redner Deutschlands zum Thema 'Gesund fühlen, gesund leben', da waren über 100 Mitarbeitende da, das war sehr interessant", berichtet Dikow.

Zukunftsmacher durch Aus- und Weiterbildung und Investitionen

Dass Webasto ein Zukunftsmacher ist, steht für Andreas Dikow fest. Er nennt dafür gute Gründe: "Wir sind Zukunftsmacher, weil wir sehr umfangreich in die Zukunft investieren: zum einen in unser Personal, das wir haben, welches wir bei der Weiterentwicklung unterstützen; zum anderen in das Personal, das wir zukünftig brauchen – indem wir auf junge Leute setzen, die wir selbst ausbilden. Außerdem investieren wir in den Standort in Neubrandenburg, in den letzen 20 Jahren waren das über 100 Millionen Euro. Und nicht zuletzt, indem wir unsere Produkte permanent weiterentwickeln." Auch so lässt sich Zukunft machen.

Anja Hergt

Disponentin Webasto Neubrandenburg GmbH

Herr Dikow und Frau Hergt im Gespräch

Mit dem Unternehmen wachsen

Die Arbeit, die Anja Hergt als Disponentin für den Automobilzulieferer Webasto in Neubrandenburg macht, ist für die 36-Jährige nicht nur ein toller Job, sondern Berufung, erklärt die junge Frau im Gespräch. Ihren beruflichen Werdegang hat die zweifache Mutter als Auszubildende zur Industriekauffrau bei Webasto begonnen. Nach ihrem Wirtschaftsabitur bewirbt sie sich dort eher zufällig für einen Ausbildungsplatz – und wird genommen. Eine Chance für die junge Frau, immerhin erhält zu jener Zeit jährlich nur eine Person die Chance auf eine Ausbildung bei Webasto.

Mit Ehrgeiz zum Ziel

Für Anja Hergt fällt damit eine wegweisende Entscheidung. Aus den drei Jahren Ausbildungszeit sind mittlerweile 17 Jahre Betriebszugehörigkeit geworden, in denen sich die junge Frau dank ihres persönlichen Ehrgeizes und der Unterstützung ihres Arbeitsgebers zu einer Nachwuchsführungskraft weiterentwickeln konnte.

„Nachdem ich bereits ein paar Jahre gearbeitet habe, dachte ich, das kann ja nicht alles sein“, erklärt Anja Hergt. In dieser Zeit fasst sie den Entschluss, sich beruflich einer weiteren Herausforderung zu stellen. Mit Hilfe eines berufsbegleitenden Fernstudiums bildet sich Anja Hergt zur Diplomwirtschaftsingenieurin weiter. Ohne die Unterstützung des Unternehmens wäre das Diplom vermutlich ein Traum geblieben: „Ich muss ehrlich sagen: Hätte mir meine Vorgesetzte damals nicht das Selbstvertrauen gegeben, dass ich das schaffe – ich weiß nicht, ob ich es gemacht hätte.“ Auch finanziell griff Webasto der ehrgeizigen Frau unter die Arme und ermöglichte ihr so die fachliche Qualifikation.

Die Studieninhalte erarbeitet sich Anja Hergt während des Fernstudiums mit Hilfe von Unterlagen nach Feierabend und an den Wochenenden selbst. Einmal im Monat fährt sie nach Hamburg und nimmt dort an Veranstaltungen teil, in denen sie Fachliches festigen und Fragen stellen kann. Keine einfache Zeit, wie die 36-Jährige seufzend erklärt: „Zu schaffen ist das nur mit eiserner Disziplin. Ich habe jeden Abend und an jedem Wochenende gelernt, und das sechs Jahre lang.“ Die Mühe wird belohnt: Nach sechs Jahren disziplinierten Studierens neben der Arbeit erhält Anja Hergt ihr Diplom zur Wirtschaftsingenieurin.

In dieser Zeit bringt sie ihr erstes Kind zur Welt, eine Tochter. Zwei Jahre später folgt die Geburt des zweiten Kindes, wieder ein Mädchen. Für jedes Kind nimmt sich Anja Hergt ein Jahr Elternzeit. „Sehr beruhigend war für mich, dass ich nie Angst haben musste, meinen Job eventuell nicht zurückzubekommen. Es war immer klar, dass ich in die Abteilung zurückkommen kann“, erklärt sie erleichtert. Mit ihren Kollegen hielt sie während der Elternzeiten Kontakt, wurde eingeladen oder besucht.

„Der Morgen gehört mir und meinen Kindern“

Nach Ende der zweiten Elternzeit kehrt Anja Hergt in Vollzeit zurück in ihre Anstellung bei Webasto, hat seitdem eine 40-Stunden-Woche. Ein typischer Arbeitstag beginnt für sie um 5:30 Uhr. Die erste halbe Stunde des Tages gehört ihr, dann weckt sie ihre beiden Töchter – mittlerweile zwei und vier Jahre alt –, begleitet sie durch den Morgen und macht sich gegen 7:00 Uhr mit ihnen auf den Weg zur Kita: „Da fahren wir drei mit dem Fahrrad hin, die Kleinste ist schon mit dem Laufrad unterwegs. Der gemeinsame Morgen und der Weg zum Kindergarten  – das ist unsere Zeit.“

Gegen 8 Uhr beginnt Anja Hergt ihren Arbeitstag im Büro, der verläuft selten gleich. „Eigentlich ist immer etwas los, das mag ich so an meinem Job.  Es können so viele unterschiedliche Fälle eintreten: Mal müssen wir mit sehr hohen Kapazitätsspitzen, die wir bei unseren Lieferanten erkämpfen müssen,  zurechtkommen,  dann gibt es plötzlich Qualitätsprobleme beim Lieferanten und die Ware muss gesperrt werden,  es bricht beim Lieferanten ein Werkzeug oder eine Maschine fällt aus, die Kapazität beim Lieferanten reicht plötzlich nicht aus und genau dann gibt es erhöhte Kundenaufträge, welche sofort bedient werden müssen -  und ein Beschaffungsdisponent, der die Fertigung mit Teilen versorgen muss,  ist immer mittendrin.  Meine Aufgaben sind vielfältig, und ich finde das sehr reizvoll.“

Ihre Frühstücks- und Mittagspausen verbringt Anja Hergt zusammen mit ihren Kollegen und schätzt die Gemeinschaft sehr: „Wir essen nicht am Platz, sondern gemeinsam am Tisch. Da werden dann schon mal private Dinge besprochen.“

Gegen 17 Uhr warten die Kinder darauf, abgeholt zu werden. „Entweder müssen wir dann noch ein paar Einkäufe erledigen oder wir gehen gemeinsam auf den Spielplatz oder ein Eis essen.“ Wenn die Kinder gegen 19:00 Uhr im Bett sind, kommt der Haushalt: „Dann wird gebügelt, gewaschen, geputzt, und um 22 Uhr fällt die Mama ins Bett. Ich versuche aber, einmal in der Woche zum Sport  zu gehen.“

„Ich habe mich unheimlich entwickelt – und Webasto hat großen Anteil daran“

Um eine Vollzeitstelle und die Familie unter einen Hut zu bekommen, leistet die 36-Jährige ein straffes Programm, das gute Organisation erfordert. Vielleicht gelingt ihr das so erfolgreich, weil sie sich bei Webasto so gut aufgehoben fühlt: „Ich war ein ‚Mäuschen‘, als ich hier angefangen habe und habe mich seitdem unheimlich entwickelt. Daran hat Webasto einen großen Anteil. Ich komme hier nicht nur her, weil ich Geld verdiene, sondern bin mit Leib und Seele hier“, sagt die junge Frau offen.

Die Arbeit für Webasto mache ihr Spaß, die Leute hören ihr zu und haben Vertrauen in sie, erklärt sie: „Ich habe das Gefühl, wenn ich etwas sage, dann bedeutet das etwas, und ich kann etwas verbessern. Ich bin Teil des Ganzen, und Webasto ist wie eine Familie für mich. Ich fühle, dass Vertrauen in mich gesetzt wird – und das stärkt ungemein.“ Ohne die Unterstützung ihres Mannes und der Familie wäre es trotzdem schwierig, Beruf und Familie zu vereinbaren, gibt sie offen zu. Bei mehrtägigen Weiterbildungen beispielsweise ist Anja Hergt auf die Hilfe des nahen Umfelds angewiesen.

Als Nachwuchsführungskraft blickt Anja Hergt einer leitenden Position bei Webasto entgegen: „Unsere Chefin ist jetzt 60 Jahre alt geworden, und es ist schon geplant, dass ich sie dann in einigen Jahren ablöse.“ Spezielle Weiterbildungen schulen die Führungskräfte innerhalb des Unternehmens. Demnächst wird auch Anja Hergt an einem solchen Programm teilnehmen.

Was als Ausbildung begann, ist für Anja Hergt zu einem Stück Lebensweg geworden. 17 Jahre arbeitet die ehrgeizige Frau jetzt für Webasto, fast die Hälfte ihres jungen Lebens. Demnächst begeht sie ihr 20-jähriges Firmenjubiläum – ein Anlass zur Freude, dem Anja Hergt mit Stolz entgegensieht