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Familienfreundliche Unternehmen

EDEKA Sassnitz - Frischemarkt Zillmer

Eröffnung: 1993
Unternehmenssitz: Sassnitz
Branche: Lebensmitteleinzelhandel
Dienstleistungen: Außerhauslieferungen, Catering, Präsentkörbe
Mitarbeitende: 5
Auszubildende: 1
Altersdurchschnitt: 34

Christine Zillmer

Geschäftsführerin EDEKA Sassnitz - Frischemarkt Zillmer

Nachdem sie das Geschäft Ihrer Mutter übernahm, brachte sie neuen Schwung in die Produktpalette und die Belegschaft. Besonders wichtig ist ihr die Ausbildung von eigenem Nachwuchs.

"Es kann ja immer mal eine Mitarbeiterin ausfallen, da will ich vorsorgen."

Wie die engagierte junge Frau und ihr Mann es schaffen, als Selbständige trotzdem noch etwas Privatleben zu haben, verrät sie uns im Gespräch.

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SABINE EICHHOLZ

Verkäuferin im EDEKA Sassnitz - Frischemarkt Zillmer

Die junge Sassnitzerin fand ihr Glück erst im dritten Anlauf. Bei EDEKA Zillmer erfuhr sie viel Unterstützung, konnte erfolgreich ihre Ausbildung absolvieren und fand ihren einen Einstieg ins Berufsleben.
"Zu Beginn der Ausbildung wurde ich gleich in alles mit einbezogen. Während der Übergangsphase erhielt ich sogar finanzielle Unterstützung von den Zillmers".

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CHRISTINE ZILLMER

Geschäftsführerin EDEKA Sassnitz - Frischemarkt Zillmer

Tausche Großkonzern gegen Familienbetrieb in der Heimat

„Ich fühle mich total angekommen.“

Die gebürtige Rüganerin und heutige Geschäftsführerin des Edeka-Zillmer in Sassnitz hat schon einen weiten Weg hinter sich. Nach dem Abitur auf Rügen führte ihr Weg nach Kiel zur Ausbildung sowie zum anschließenden BWL-Studium. Den beruflichen Einstieg fand sie in der Personalabteilung eines Marktkaufs in Bielefeld. Danach arbeitete sie als Ausbildungsleiterin in einer Duisburger Edeka-Filiale. Nebenbei absolvierte Frau Zillmer ihren Master für Erwachsenenbildung. 2009 zog es sie dann wieder in die Heimat. Plötzlich schweift ihr Blick ab und sie gerät ins Schwärmen:

"Es war ein schönes Gefühl wieder bei  den Eltern zu sein - und auf Rügen. Denn die Insel und die Ostsee lernt man erst richtig schätzen, wenn man weg ist."

Eine ideelle Entscheidung sei es vor allem gewesen, denn im "Westen" habe sie wesentlich mehr verdient und der Job war sicher. Kurz nach ihrer Rückkehr lernt sie ihren heutigen Ehemann kennen - im EDEKA Zillmer. Dort beginnt das neue Leben im Familienbetrieb. Anfang 2012 übernahm das Paar die Geschäfte ihrer Eltern - Sie den EDEKA Zillmer der Mutter und er den Elektromeisterbetrieb Zillmer seines Schwiegervaters.

"Zillmer hat immer auf."

Für Vier Mitarbeiterinnen und eine Auszubildende trägt Frau Zillmer, Mutter eines zweijährigen Sohnes, nun die Verantwortung. "Die Frauen arbeiten in zwei Schichten. Wir haben von 06:15 - 20:30 geöffnet. Und das an 363 Tagen im Jahr", erklärt Frau Zillmer. Lediglich am 25. Dezember und am 01. Januar bleibt die Ladentür geschlossen. Und am Frauentag ab 18:00 Uhr.

"Da gehen wir Mädels immer schick essen – das ist eine schöne Tradition geworden."

Das Gros der Einnahmen wird durch Stammkundschaft erzielt und durch Leute die etwas vergessen haben. "Das musste ich auch erst einsehen", gesteht die engagierte junge Geschäftsführerin. Lange Zeit habe sie krampfhaft versucht durch neue Produkte und andere Aktionen die Zielgruppe zu verändern. "Doch wir sind der Tante Emma-Laden von nebenan, der immer geöffnet hat. Wir sind da, wenn abends die Nüsse zum Fernsehen, an einem schönen Sommertag das Fleisch zum Grillen oder sonntags die Schlagsahne zum Kuchen fehlt." Damit machen wir unser Geschäft. Der kleine Laden gehört eben zu Sassnitz, wie das Wasser an den Hafen.

"Die Leute sagen nicht, 'ich geh zu EDEKA'. Die Leute gehen zu 'Zillmer'."

Darüber hinaus bieten Frau Zillmer und ihre Mitarbeiterinnen Dienstleistungen wie Außerhauslieferung und Catering an. "Und wir haben immer frisches Fleisch". Ihr Mann ergänzt "...und stecken die besten Fleischspieße."

"Ich wollte neuen Schwung rein bringen."

Die Aufnahme neuer Produkte hat zwar nicht dazu geführt, dass Familien ihren Wocheneinkauf bei EDEKA-Zillmer tätigen, dennoch konnte eine neue Zielgruppe erschlossen werden. "Durch neue Produkte wie Mix-Biere und Energiedrinks konnten wir junge Leute in den Laden holen. Meine Mutter kannte diese Produkte nicht und bestellte sie deshalb auch nie." Viele Strukturen waren eingefahren, erzählt Frau Zillmer. Dies zu ändern und einen neuen Wind rein zubringen war aber gar nicht so einfach - da gab es so manche Diskussion. Vor allem in der Übergangsphase. "Da sagte meine Mutter dann schon mal hüh und ich hott. Die Mitarbeiterinnen haben das aber ganz gut verknust. Meine Mutter und ich haben das dann unter uns ausgemacht." Auch zur Verjüngung des Personals und zur Nachwuchssicherung will Frau Zillmer Junior beitragen. So hat sie jetzt schon die dritte Auszubildende eingestellt.

"Es kann ja immer mal eine Mitarbeiterin ausfallen, da will ich vorsorgen."

Außerdem sind zwei Mitarbeiterinnen schon über 50. Für Christine Zillmer ist es wichtig frühzeitig eigenen "Nachwuchs" auszubilden.
Als Personalverantwortliche legt sie großen Wert auf eine gute Stimmung im Team. "Die Frauen sind sehr zuverlässig und springen immer spontan ein wenn es einen Notfall gibt." Damit das so bleibt, versucht Frau Zillmer Vieles zu ermöglichen: "Wir machen gerne Ausflüge z. B. zu 'Holiday on Ice' oder gehen vom Trinkgeld essen. Außerdem will ich zur nächsten EDEKA-Messe eine Mitarbeiterin mitnehmen."

"Dieses Jahr wollen die Frauen unbedingt mit mir nach Rostock zum Weihnachtsmarkt - dann machen wir das."

Ihre Mitarbeiterinnen einzubinden, hat für Frau Zillmer einen großen Stellenwert. Wichtige Informationen werden sofort weitergegeben. Zudem gibt es anlassbezogene Besprechungen. Sie hat immer ein offenes Ohr, erzählt sie.

"Mit mir können die Frauen über alles reden. Ich versuche in meinen Aussagen klar strukturiert zu sein und lasse gern auch Entscheidungen seitens der Mitarbeiterinnen zu."

Eine Familie - Zwei Unternehmen

Die beiden Zillmer-Betriebe in Sassnitz sind eng miteinander verbunden. "Fällt bei mir im Laden morgens Jemand aus, muss ich erst mal einspringen. Das bedeutet, dass mein Mann unseren Sohn in die Kita bringen muss. Und das wiederum bedeutet, dass im Elektrobetrieb jemand fehlt. Meist übernimmt dann mein Vater spontan und teilt die Männer ein, damit nicht alles ins Stocken gerät," erklärt Frau Zillmer uns die Zusammenhänge.
Damit der junge Reiko Zillmer den Elektromeisterbetrieb des Schwiegervaters übernehmen konnte, musste er die Meisterausbildung absolvieren. Diese dauert immer noch an, was ein Privatleben für die beiden Selbstständigen fast unmöglich macht.

"Ich bin jetzt selbstbestimmt und unabhängig - Aber man arbeitet eigentlich immer. Selbst und Ständig eben."

Aber irgendwie schaffen die beiden Jung-Unternehmer, die am Sassnitzer Stadtrand wohnen, es doch, sich täglich ein Stündchen frei zuschaufeln. "Wenn ich den Kleinen weg gebracht habe und Reiko die Arbeitseinweisung erledigt hat, dann treffen wir uns im gemeinsamen Büro, trinken ein Käffchen und bereden ein paar private Dinge." erklärt Christine Zillmer und gibt zu bedenken:

"Andere, im festen Job, sind wesentlich unflexibler. Ich schmeiß zwischendurch meine Waschmaschine an und geh dann wieder ins Büro."

Neben der Arbeit und der Familie interessiert sie sich auch sehr für die regionalen politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge. "Ich möchte wissen, was in der Stadt los ist und in welche Richtung es geht." Deshalb engagiert sie sich als Vizepräsidentin im Wirtschaftsverein Rügen e.V. und in der CDU Ortsgruppe.

"Netzwerke sind Gold wert!"

Ein schönes Schlusswort, wie wir finden. Wir beenden das Interview und Frau Zillmer schleicht durch die kleine Küche, die zum Laden führt. Sie will ihre Kollegin ablösen, damit wir das Mitarbeitenden-Interview durchführen können.

SABINE EICHHOLZ

Verkäuferin im EDEKA Sassnitz - Frischemarkt Zillmer

Die Chance bei Zillmer

Bereits zwei angefangene Ausbildungen und ein berufsvorbereitendes Jahr mit verschiedenen Praktika hat Sabine Eichholz in ihrem Lebenslauf zu stehen. Verschuldet durch eine lang andauernde Erkrankung konnte sie beide nicht abschließen. Anfang 2011 fragte sie bei EDEKA-Zillmer nach Arbeit - damals noch unter der Leitung von Frau Zillmer Senior.  Frau Zillmer Senior und Junior gaben ihr im Sommer 2011 die Chance ihre Ausbildung zur Verkäuferin bei EDEKA Zillmer in Sassnitz zu beginnen. Stolz erzählt sie uns heute: "Letzte Woche habe ich meine Ausbildung beendet und arbeite jetzt in Vollzeit bei Frau Zillmer."

Ein typischer Dienstag - Schichtarbeit als Alltagsherausforderung für ein junges Paar

"Mein Lebensgefährte reinigt die Waggons der deutschen Bahn und im Sommer auch Ferienwohnungen", erzählt sie und ergänzt: "Wir stehen halb vier zusammen auf." Meine Kollegin und ich schauen uns an. Ich notiere: 3:30 Uhr und schlucke einmal kräftig, denn ihre Schicht beginnt in der Regel erst 14:00 Uhr. "So können wir gemeinsam frühstücken. Ich erledige vormittags den Haushalt und koche. Zum Mittag sehen wir uns dann nochmal eine Stunde", fährt Frau Eichholz mit ihrer Schilderung fort. Nachmittags erledige er dann, was sie früh nicht geschafft hat. Zur Übergabe erscheint sie halb zwei bei EDEKA Zillmer. Dann geht es los: abkassieren, Ware auffüllen, reinigen, Kasse abrechnen. Gegen 20:30 Uhr wird sie von ihrem Partner wieder abgeholt. Es folgt ein gemeinsames Abendbrot. "Ich stelle dann oft das Telefon aus", gesteht sie. Gegen 21:00 Uhr überkommt sie dann die Müdigkeit - der Tag macht sich bemerkbar.

Zusammenhalt wird hier spürbar

Obwohl sie in der Regel in der Spätschicht eingesetzt ist und auch oft am Wochenende arbeiten muss, liebt Frau Eichholz ihren Job. Denn bei Zillmer fühlt sie sich sichtlich wohl. Zu Beginn der Ausbildung wurde sie gleich in Vieles einbezogen. Während der Übergangsphase erhielt sie sogar finanzielle Unterstützung von den Zillmers. Frau Eichholz gerät direkt ins Schwärmen über den Zusammenhalt und das familiäre Verhältnis unter den Kollegen.

"Es stimmt einfach hier!"

Besonders betont sie die Menschlichkeit im Unternehmen. Man sei eben nicht nur eine Nummer, wie in anderen Ketten. Durch regelmäßige gemeinsame Unternehmungen, zum Beispiel zum Frauentag oder einem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, wird das Gemeinschaftsgefühl unter den Frauen gestärkt. Zudem lobt sie die Flexibilität ihrer Chefin. Ein spontaner Schichttausch sei kein Problem und zur Not springt Frau Zillmer auch mal selbst ein.