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Familienfreundliche Unternehmen

Hotel Scheelehof

4-Sterne-Superior Hotel inklusive verschiedenen gastronomischen Einrichtungen (Restaurant, Kellerkneipe, Gourmetrestaurant), Wellness-Angebote, Verkaufsladen für regionale Produkte, Kaffeerösterei mit Café

Vanessa Sadewater

Personalleiterin im Hotel "Scheelehof"

Vanessa Sadewater hat noch viel vor mit dem Team des "Scheelehofs" in Stralsund. In dem 4-Sterne-Superior-Haus arbeitet die 27-jährige als Personalleiterin und hat sich damit einen Traum erfüllt. Was außer einem Familientag und Probeschlafen fürs Personal noch zu diesem Traum gehört, erzählt sie im Gespräch.

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KARINA WUNSCH

Hotelkauffrau im Hotel "Scheelehof"

Karina Wunsch spürt am Feedback der Gäste, was für ein besonderer Ort der "Scheelehof" in Stralsund ist. Im Gespräch erzählt die Empfangsmitarbeiterin unter anderem, wie gut sie hier Arbeit und Privatleben unter einen Hut bekommt und was der "Scheelehof" noch für die Region tut.

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VANESSA SADEWATER

Personalleiterin im Hotel "Scheelehof"

Eine Quereinsteigerin denkt vor

Das 4-Sterne-Superior-Hotel "Scheelehof" befindet sich im Herzen der Welterbestadt Stralsund und ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr geöffnet. Teildienste, Schichtarbeiten, Feiertags- und Wochenendarbeit: Wie soll das zur Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben passen?

Am besten mit viel Kommunikation! Personalleiterin Vanessa Sadewater verweist lachend auf die Auszeichnung als familienfreundliches Unternehmen der Hansestadt Stralsund und meint:

"Wenn es den Mitarbeitenden nicht gut geht, dann müssen Sie darüber sprechen. Rein rechnerisch betrachtet, verbringen wir die meiste Zeit des Tages bei der Arbeit. Darum ist es ganz wichtig, sich hier wohl zu fühlen."

Damit beschreibt sie gleichzeitig die Philosophie der Unternehmensführung im "Scheelehof" und ergänzt:

"Zufriedene Mitarbeiter haben ein ganz anderes Auftreten und verkaufen das Hotel anders als jemand, der nur seine Arbeitszeit absitzt."

Die sympathische 27-Jährige ist Pädagogin und im "Scheelehof" zuständig für Personal- und Qualitätsmanagement. In ihrem Studium der Erwachsenenbildung hat sie den Schwerpunkt Personal und Organisation belegt. Als Quereinsteigerin in der Hotelbranche nutzte sie Praktika in verschiedenen Häusern und insbesondere ihre Diplomarbeit über "Pädagogische Fragestellungen in der Personalarbeit am Beispiel der Hotellerie", um sich intensiv einzuarbeiten. Dafür hat sie sich mit vielen Hotelleitungen der Region ausgetauscht und so quasi nebenbei Marktforschung betrieben. Ihre Erkenntnis: "Es gibt kaum Personalverantwortliche, bestenfalls den Hoteldirektor. Meist beschränkt sich die Personalarbeit auf ein Steuerbüro und hin und wieder auf einen externen Trainer."

Der Traum: ein neues Team aufbauen

Anders im "Scheelehof": Vanessa Sadewater hat hier die Personalauswahl von Anfang an mitgestaltet und so ihren Traum umgesetzt, ein neues Team aufzubauen und zu motivieren. "Wir haben mit einem zweitägigen Motivationstraining begonnen und von Anfang an kommuniziert, was unser Anspruch ist und was für ein Haus wir sein wollen." Bis April 2011, als die ersten Trakte des Hotels eröffnet wurden, bedeutete das regelmäßige Doppelschichten für sie: tagsüber Personalauswahl, abends Diplomarbeit.

Auch Ausbildung steht für den "Scheelehof" weit oben, mal ist es die Fachunterweisung in Kaffeeröstung, ein anderes Mal gibt eine Kollegin als Muttersprachlerin Englischunterricht für die Beschäftigten. "Wir holen uns die Themen aus Gesprächen mit den Mitarbeitenden", verrät Sadewater. Die finden auch schon mal in lockerer Runde statt, etwa beim gemeinsamen Bowlen oder beim Kinobesuch und demnächst sogar auf einem gemeinsamen Segeltörn. "Ich glaube, dass wir uns mehr um die Azubis kümmern als andere", erklärt sie. Viele Auszubildende aus anderen Unternehmen würden daher im ersten Lehrjahr in den "Scheelehof" wechseln wollen.

 "Wo arbeiten eigentlich Mama und Papa?"

Dieses "Kümmern" gilt fürs gesamte Personal. Im "Scheelehof" gibt es zahlreiche Aktivitäten, vom abteilungsübergreifenden Training bis zum Quizabend. Das Budget dafür können die Mitarbeitenden kreativ nutzen. 2012 entstand die Idee für den Familientag unter dem Motto: "Wo arbeiten eigentlich Mama und Papa?" Mehr als 90 Gäste kamen und sogar die Hotelzimmer wurden dafür gezeigt. Vanessa Sadewater ist sicher: "Das wird auf jeden Fall fortgesetzt und im nächsten Jahr als selbstverantwortlicher Lernauftrag durch Auszubildende geplant und umgesetzt." Die Personalleiterin ist überzeugt, dass sich ihre Leute sehr stark mit dem "Scheelehof" identifizieren. "Dafür machen wir auch viel", sagt sie und zählt Beispiele auf: den Personalrabatt auf alle Leistungen des Unternehmens und das Probeschlafen mit anschließendem Qualitätscheck. Letzteren erklärt sie ihren Mitarbeitenden folgendermaßen: "Wenn ihr hier sitzt, wie möchtet ihr bedient werden? Schmeckt euch das, was auf der Karte steht? Würdet ihr es weiterempfehlen?"

Familienfreundliche Standards

Neben einer offenen Gesprächskultur legt der "Scheelehof" Wert auf familienfreundliche Standards und wurde dafür als "Familienfreundliches Unternehmen der Hansestadt Stralsund 2012" ausgezeichnet. Dieser Preis wurde erstmalig an ein Unternehmen der Hotellerie und Gastronomie vergeben. Sicherheit für die Mitarbeitenden ist Bestandteil des Gesamtkonzeptes, deshalb sind alle Arbeitsverträge unbefristet. Die Bezahlung ist übertariflich und es gibt jeden Tag für alle Beschäftigten eine frische, warme Mahlzeit. Deutliche Zeichen setzt das Unternehmen auch mit seiner Regelung zur vollen Lohnfortzahlung, wenn Kinder krank sind und Eltern diese betreuen. Überhaupt können Kinder im Notfall auch einfach mal mit zur Arbeit gebracht werden.

Zur Philosophie gehört ebenfalls, dass Mitarbeitende bei Bedarf unkompliziert Unterstützung erhalten: "Warum sollte sich jemand den Unternehmensbus nicht auch für einen IKEA-Besuch ausleihen dürfen - vorausgesetzt er ist frei?", findet die ideenreiche Personalerin. Vor kurzem wurde sogar eine Kooperationsvereinbarung mit einem örtlichen Fitness-Studio unterzeichnet. Als echter Zukunftsmacher bezuschusst der "Scheelehof" natürlich Aktivitäten seiner Mitarbeitenden für die Gesundheit. Vanessa Sadewater ist überzeugt, dass ihre Arbeit als Personalleiterin sich rechnet:

"Wir sind ganz sicher, dass wir den richtigen Weg gehen, indem wir auf Qualität und Personal setzen. Die hohe Weiterempfehlungsquote und die gute Bewertungsrate machen sich dann bei den Gästezahlen wieder bemerkbar. So ist die Personalstelle in unserem Hotel schnell refinanziert!"

KARINA WUNSCH

Hotelkauffrau im Hotel "Scheelehof"

"Man weiß hier, dass man richtig ist!"

Karina Wunsch hat schon früh gemerkt, dass Hotellerie ihr Ding ist. Nach dem Abitur folgte die Ausbildung in einem Hotel mit anschließenden Erfahrungen in Südafrika und München. "Nun lebe ich seit zwölf Jahren in Stralsund und bin seit zwei Jahren im Scheelehof und war vorher zehn Jahre in einem anderen Stralsunder Hotel", verrät Karina Wunsch. Ursprünglich sei sie mit einer vollen Stelle eingestiegen, sagt die Mutter von 2 Kindern (5 und 10 Jahre). Dann habe sie gemerkt, dass sie doch gerne mehr Zeit für die Familie haben wollte:

"Frau Sadewater hat mir eine 30-Stunden-Stelle angeboten. Jetzt arbeite ich ganz normal acht Stunden und nehme einen freien Tag in der Woche oder hänge ihn nach einer Nachtschicht dran. Das ist Gold wert für mich, ich bin damit sehr glücklich!"

Ihr Mann sei nicht in der Gastronomie und arbeite Gleitzeit. So bekommt die 36-jährige Empfangsmitarbeiterin Beruf und Familie gut unter einen Hut, denn auch bei der Schichtplanung werden individuelle Wünsche nach Möglichkeit berücksichtigt.

Frau Wunsch kommt aus der "Kettenhotellerie". Einem beruflichen Wechsel habe sie zunächst zurückhaltend gegenübergestanden - wegen der Verantwortung für ihre Familie. Dann wechselten jedoch mehrere Mitarbeitende aus ihrem vorherigen Arbeitsplatz und motivierten sie, sich auch im "Scheelehof" zu bewerben. Das habe dann den Ausschlag für den Wechsel gegeben.

Vorstellungsgespräche habe sie vor dem "Scheelehof" als Guten-Tag-Sagen bei Kaffee mit maximal zwanzig Minuten Dauer erlebt. Ganz anders das Gespräch mit Frau Sadewater, der Personalleiterin im "Scheelehof"

"Sie nimmt sich viel Zeit und erzählt und begeistert ganz viel durch ihre Art der Führung. Alle werden gleich behandelt, egal ob Praktikantin oder Mitarbeiter. Das kannte ich vorher so nicht, das ist wirklich selten",

schwärmt Frau Wunsch und reflektiert weiter:

"Man weiß, dass man hier richtig ist. Man wird geschätzt und respektiert. Woanders war ich eine Arbeiterin, eine Arbeitsmaschine, hier bin ich Teil dieses Hauses."

Frau Wunsch erzählt weiter, wie unkompliziert sie z.B. ihr Kind mitbringen kann, wenn die Kita um 17 Uhr schließt, um 16 Uhr aber noch ein Meeting ansteht: "Das würde ich sonst nicht hinbekommen, aber so malt es dann schön und bekommt etwas zu trinken. Das lockert irgendwie auch etwas auf."

Auch das Kind einer Kollegin vom Service komme nach der Schule regelmäßig, wenn die Mutter Dienst habe und finde dort eine Nische, um seine Hausaufgaben zu machen.

Das Schönste ist für Frau Wunsch die Lohnfortzahlung, 57% bekomme sie ja sowieso, den Rest zahle hier aber der Arbeitgeber: "Es gibt keinerlei Befürchtungen, dass das jemand ausnutzt“, erklärt sie begeistert. Der Scheelehof beteilige sich übrigens auch mit einem Zuschuss an den Kosten für den Kita-Platz. "Die meisten Kollegen verstehen, dass ich mehr jonglieren muss als jemand ohne Kinder. Die unterstützenden Angebote wie Stundenreduzierung, ein freier Tag, keine Nachtschicht an Wochenenden und insgesamt mehr Frühschichten helfen mir dabei ungemein", fasst sie zusammen. Einmal habe sie Spätschicht gehabt, als ihre Tochter nicht aus der Schule nach Hause kam. Sie habe sich große Sorgen gemacht und ihre Chefin angerufen, dass sie nicht kommen könne, weil sie nicht wisse, wo ihr Kind sei. Das Mädchen hatte auf dem Spielplatz einfach die Zeit vergessen. Gott sei Dank war nichts passiert:

"Aber in so einer Situation kann man nicht arbeiten, dass hat meine Chefin auch verstanden."

Der Scheelehof sei für Frau Wunsch ein Zukunftsmacher, weil es hier ganz viele neue Ideen gebe. Durch die Zusammenarbeit mit Partnern aus der Region, die dadurch auch bekannter werden, punktet das Hotel in ihren Augen ebenfalls: "Gäste aus aller Welt kaufen bei uns Bismarckhering von Rasmus, Stralsunder Marzipan, Produkte des Landwerthofes oder Honig von der Trebeltal-Imkerei. Ganz neu im Angebot sind jetzt Segeltörn und Yachtcharter", lobt sie begeistert. Es sei ein tolles Konzept in einem beeindruckenden Gebäude: "Wer kann schon mit seinen Kollegen segeln gehen?" Am meisten jedoch spüre sie es am Feedback der Gäste. Die sagen nämlich:

"Man merkt, dass sie ein tolles Team sind!"