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    Wolgaster Straße 114
    17489 Greifswald

    Walter Kienast

    Tel.: +49 (0)3834 5714-0
    Fax: +49 (0)3834 502867
    E-Mail:kontakt@greifen-fleisch.de
    Webseite: www.greifen-fleisch.eu

     

    Familienfreundlicher Betrieb der Hansestadt Greifswald; Qualifizierung zur Jury-Runde des großen Preis des Mittelstandes der Oskar-Patzel Stiftung

     

     

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Familienfreundliche Unternehmen

GREIFENFLEISCH GMBH

Walter Kienast

Geschäftsführer der Greifen-Fleisch GmbH

Mit Greifen-Fleisch-Geschäftsführer Walter Kienast  sprachen wir über die stürmische Zeit nach der Wende, seinen eigenen beruflichen Weg und darüber, warum bei Greifen-Fleisch jeden Montag im Stadion gewalkt wird.

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BODO SCHWERIN

Produktionsleiter der Greifen-Fleisch GmbH

Bodo Schwerin ist seit 1973 bei Greifen-Fleisch. Seiner Meinung nach sagt das bereits alles darüber, wie es sich anfühlt, dort zu arbeiten. Im Interview verrät er, dass nicht jeder Tag Sonnenschein ist, wie ihn sein Chef einmal persönlich zum Arzt gefahren hat und warum er die Firma für einen "Zukunftsmacher" hält.

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WALTER KIENAST

Geschäftsführer der Greifenfleisch GmbH

Greifen-Fleisch: Tradition mit Zukunft

Das Backsteingebäude von 1889, Sitz der Greifen-Fleisch GmbH in Greifswald, strahlt Traditionsbewusstsein aus. Wir kommen sehr zeitig zum Termin. Als wir uns gerade den Innenhof anschauen, werden wir von einer Mitarbeiterin angesprochen: "Sie brauchen doch nicht hier im Eingang stehen", sagt sie und bringt uns in einen Konferenzraum. Beim "Zukunftsmacher" Greifen-Fleisch geht man aufmerksam mit Gästen um!

Geschäftsführer Walter Kienast kommt pünktlich und bittet uns in sein Büro: "Ich bin ein lebensbejahender Mensch,  mein Lebensweg ist nicht ganz so gerade. Trotzdem bin ich mit dem, wie es gekommen ist, sehr zufrieden", eröffnet er das Gespräch. Er stamme aus einer kinderreichen Familie, der Vater sei früh gestorben. Schon als Fleischergeselle habe Kienast gespürt, dass er mehr wollte. Dieses "Mehr" hat er definitiv bekommen: Während des Gesprächs bittet er um eine kurze Unterbrechung; für den kommenden Tag werden zwei Mitarbeitende in Pasewalk gebraucht, um Bockwurst im Glas herzustellen. Er telefoniert, sucht nach Leuten "mit flinken Fingern" und sorgt auch gleich dafür, dass diese morgens von zu Hause abgeholt und zum Einsatz gebracht werden. Dann wendet er sich wieder dem Gespräch zu.

Kienast schildert seinen beruflichen Weg vom Fleischergesellen, der Ausbildung, Weiterbildungen bis hin zum Studium. Der Posten als Direktor bei dem VEB Fleischwirtschaft Greifswald, als Vorgänger der  Greifen-Fleisch GmbH, wurde ihm 1988 angeboten. Seitdem hat sich viel verändert; heute ist er auch Firmeninhaber, Chef und noch IHK-Präsident der Kammer Neubrandenburg – wenn auch nur für eine Wahlperiode, wie er sagt. Er hat viel erlebt und unter einen Hut gebracht: Karriere, Familie, Verantwortung. Kienast ist Mensch und Chef!

Gemeinsam viel erreicht

Der Wechsel in die Marktwirtschaft war für die Firma ein Kraftakt und ging nicht ohne gravierende Umstrukturierungen, erinnert er sich: "Wir haben gemeinsam - und das 'gemeinsam' kann man fett drucken [Machen wir gerne. Anmerk. d. Red.] - sehr viel erreicht, denn die Startbedingungen waren alles andere als gut." Als er aus den 90ern berichtet, bekomme ich eine Gänsehaut und Ehrfurcht vor dem Einsatz und der Leistung. "Die Arbeitsplätze zu erhalten, war kein leichter Weg", resümiert Walter Kienast. In dieser Phase sei er abends oft spät nach Hause gekommen und wollte über nichts mehr reden. Aber seine Offenheit den Mitarbeitenden gegenüber hat alle zusammen geschweißt. "Es wurden Gespräche mit allen geführt, die sprechen wollten. Die Leute haben zusammengestanden und haben gesagt: Das kriegen wir in den Griff! Bis 2005 haben wir in dieser Ungewissheit gearbeitet. Seitdem sind wir in der Lage, marktwirtschaftliche Stürme zu überstehen."

Heute hat sich Greifen-Fleisch konsolidiert, konzentriert sich auf Wurstherstellung und Produktentwicklung, setzt in einer harten Branche und einem harten Markt konsequent auf Qualität und Regionalität - und hat sich dabei zu einem "Zukunftsmacher" entwickelt.

Kein Problem, auf den Chef zuzugehen

Wie steht es mit der Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben bei Greifen-Fleisc

"Wenn es private Dinge, gibt wo ich helfen kann, bin ich jeden Morgen in der Fabrik zu erreichen - wenn ich nicht gerade auf Dienstreise bin. Die Mitarbeitenden haben auch kein Problem, auf mich zuzugehen",

beschreibt Kienast den Draht zu seinen Leuten. Dieser direkte Kontakt zur Belegschaft wird gepflegt. Alle zwei Jahre gibt es ein Grillfest mit Angehörigen, das seit dem letzten Mal auf Wunsch der Beschäftigten schon zur Frühstückszeit beginnt. Nun bringen alle ihre Lieblingsmarmelade mit; jemand, der gerne vorbereitet, findet sich auch immer. "Wir feiern mit unseren Mitarbeitenden auch ihre Jubiläen", erklärt Kienast. Am 01. September 2013 betrifft das gleich sieben von ihnen, die insgesamt 265 Jahre Arbeit bei Greifen-Fleisch zelebrieren! Etwa 20 Prozent der Mitarbeitenden sind über 50 und schon lange im Unternehmen. "Wir haben aber auch viele Quereinsteiger bei uns", sagt Kienast. Insgesamt sei die Greifen-Fleisch- Belegschaft ein guter Mix aus Alt und Jung.

Zusammenhalt als Stärke

Walter Kienast resümiert: "Unsere Stärke ist der Zusammenhalt." Damit meint er nicht nur das Klima im Unternehmen: "Wir halten an unseren Geschäftspartnern ebenso fest." Dazu gehöre, dass Greifen-Fleisch regionale Produkte kauft und so die Kaufkraft vor Ort stärkt. Das Engagement für die Region und ihre Menschen spricht sich herum. Greifen-Fleisch gewann 2009 den Unternehmenspreis in M-V in der Kategorie "Familienfreundlichkeit". Aufgrund dieser Auszeichnung haben zwei hochkarätige Gesellen den Weg ins Unternehmen gefunden.
Wenn es um das Wohlergehen seiner Beschäftigten geht, lässt sich Walter Kienast nicht so leicht entmutigen: "Wir haben mal was mit den Krankenkassen zum Gesundheitsmanagement gemacht, doch das wurde nicht angenommen. Nur eine Sache ist von der Aktion geblieben: Montags im Stadion walken." Walter Kienast macht nicht den Eindruck, dass er es bei diesem ersten Anlauf belassen wird. Bei Greifen-Fleisch werden sicher noch lange Schinken, Wurst und Zukunft gemacht.

BODO SCHWERIN

Produktionsleiter der Greifen-Fleisch GmbH

Seit 40 Jahren bei Greifen-Fleisch

"Wenn jemand 40 Jahre hier ist, sagt das doch eigentlich alles", lacht Bodo Schwerin, als er erzählt, wie es sich anfühlt, bei Greifen-Fleisch zu arbeiten.  Er ist seit 1973 im Unternehmen, hat hier gelernt, seinen Meister gemacht und ist dann in die Position des Produktionsleiters hineingewachsen. Die Kinder des 56-jährigen sind bereits erwachsen, eine Enkelin lebt in Lübeck. "Das ist kein Sonnenschein hier, das ist eine harte Branche. Wir haben zu kämpfen", beschreibt Schwerin seinen Joballtag.

"Ich fahre nicht jeden Tag singend und pfeifend zur Arbeit, aber zwei Tage die Woche möchte ich das schon haben. Und so ist das hier auch. Ich muss Freude an der Arbeit haben",

verrät er uns. Das Gute an Greifen-Fleisch sei, dass sich der Chef für seine Mitarbeitenden verantwortlich fühlt, aber auch darüber hinaus für deren Familien. "Herr Kienast hat einen sehr engen Kontakt zur Belegschaft, jeder kann ihn jederzeit ansprechen. Wenn er mal nicht da ist, fällt das auch sofort auf."

Man könne in der Branche nicht reich werden, erzählt Schwerin, aber es gebe bei Greifen-Fleisch ein sehr gutes Betriebsklima: Flexible Arbeitszeiten ermöglichen es den Mitarbeitenden, Kinder zum Kindergarten zu bringen oder abzuholen. Auch die Kollegin mit sechs Kindern und ohne Fahrerlaubnis profitiere sehr davon, ergänzt Bodo Schwerin: "Ihre Schwestern arbeiten auch bei Greifen-Fleisch und nehmen sie mit, so dass sie flexibel anfangen kann." Überhaupt Familien: Mehrere Ehen seien bei Greifen-Fleisch bereits geschlossen worden, zwei Mütter haben ihre Kinder hier in die Lehre gegeben. "Beide Kinder haben erfolgreich abgeschlossen und sind auch hier geblieben", berichtet Schwerin.

Dass jemand das Unternehmen mal verlässt, um in einem anderen Betrieb Erfahrungen zu sammeln, findet Schwerin nur normal. Man bleibe in Kontakt, gratuliere sich weiter zum Geburtstag und nicht selten komme es vor, dass jemand nach Jahren wieder zu Greifen-Fleisch zurück wolle, erzählt er.

Flexible Zeiten gelten auch im Produktionsprozess, die drei Schichten beginnen dazu unterschiedlich gestaffelt. Schwerin werde von Kollegen schon mal gefragt: "Hast du morgen früh Arbeit für mich? Ich habe einen Arzttermin." Er selbst weiß diese Flexibilität ebenfalls zu schätzen, wie eine persönliche Erfahrung mit seinem Chef zeigt: "Ich hatte mal Muskelschmerzen, da hat der Chef gleich bei einem Arzt angerufen und ich hatte sofort einen Termin. Er hat seine Termine verschoben, sich ins Auto gesetzt, ist erst mit mir zum Arzt gefahren und hat dann gesagt: 'Dem Mann müsst ihr mal helfen'. Ja, welcher Chef macht das?"