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  • An der Mühlentorweide 1
    17139 Malchin

    Dieter Gelzer

    Tel.: +49 (0)39942 39-0

    Fax: +49 (0)39942 39-239

    E-Mail: Info_De@cargill.com

    Webseite: www.cargill.de

     

    Ausgezeichnet beim Landeswettbewerb "Unternehmer des Jahres 2013 in MV" als Sieger in der Kategorie als "Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit"

     

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Familienfreundliche Unternehmen

CARGILL DEUTSCHLAND GMBH


DIETER GELZER

Werksleiter bei Cargill

Cargill in Malchin ist "Unternehmen des Jahres in MV" 2013 in der Kategorie "Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit". Die 120 Beschäftigten stellen Pektin für den Weltmarkt her und freuen sich über grüne Handtücher als Zeichen für unfallfreies Arbeiten. Was Cargill darüber hinaus noch auszeichnet, verraten Standortleiter Dieter Gelzer und Personalsachbearbeiterin Christiane Orlowski.

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SEBASTIAN KÖNIG

Fachkraft für Lebensmitteltechnik bei Cargill

Seine Arbeitgeberin, die Cargill GmbH in Malchin, unterstützte Sebastian König (28) nicht nur bei dessen berufsbegleitendem Studium; das Unternehmen ermöglicht dem Familienvater auch die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben. Und in privaten Notfällen genügt oft eine SMS an die Chefin. Wie es sich bei einem „Zukunftsmacher“ arbeitet, verrät Herr König im Gespräch.

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DIETER GELZER

Werksleiter bei Cargill

"Zukunftsmacher" Cargill

Mitten in dem etwas verschlafen wirkenden Industriegelände Malchins hat sich ein "Zukunftsmacher" angesiedelt: Aus getrockneten Zitronenschalen wird bei Cargill in hochmodernen Anlagen der Ballaststoff Pektin hergestellt. Dieser findet sich danach zum Beispiel in Fruchtsäften, Joghurt, Soja-Drinks, Schaumprodukten oder Keksfüllungen wieder. Von Malchin aus werden immerhin 10 % des Weltmarktes damit bedient. Mehr als 120 Menschen arbeiten bei Cargill in Malchin in einer offenbar tollen Atmosphäre. Im Mai 2013 hat das Unternehmen nämlich in der Kategorie "Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit" den Unternehmerpreis des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern gewonnen. Wir wollen herausfinden, woran das liegen könnte.

Willkommenskultur leben

Nach der Anmeldung beim Pförtner lesen wir unsere Namen als Tagesgäste auf dem Willkommensschild. So wird hier also Willkommenskultur gelebt! Unser zweiter Blick fällt auf das schwarze Brett: Hier hängen aktuelle Angebote eines modernen Gesundheitsmanagements; es geht um Nicht-mehr-rauchen, Rückenschule und ein gesundes Gewicht. Ist der Unternehmerpreis die Frucht dieses Engagements? Wir fragen Standortleiter Dieter Gelzer und Christiane Orlowski, die für die Human Resources (HR), also das Personal, verantwortlich sind.

Das Gespräch ist locker, die Atmosphäre offen. Frau Orlowski, seit mehr als 12 Jahren im Unternehmen, erzählt, wie sie vor 8 Jahren nach der Geburt ihres Kindes mit einer halben Stelle als HR-Sachbearbeiterin wieder eingestiegen ist. Herr Gelzer schildert bereitwillig, wie er das damals noch zu Citrico gehörende Werk nach dem Konkurs 2004 neu aufgestellt hat. Seit 2005 ist Cargill der neue Eigentümer, ein weltweit agierender US-amerikanischer Familienkonzern. Das hat viele Vorteile und rückt Prozessverständnis als Schlüsselkompetenz ins Zentrum der Anforderungen. Gelzer betont: "Es ist sehr wichtig, dass die Mitarbeitenden wissen, was es bewirkt, wenn sie an bestimmten Stellschrauben drehen." Orlowski ergänzt: "Die anfänglichen Gefühle der Überforderung bei einigen Mitarbeitenden haben sich sehr schnell gelegt."

Kompetenzen vor Ort ausbilden

Schnell wird klar: Gelzer brennt für seine Unternehmensphilosophie - ohne ihn wäre Cargill Malchin nicht da, wo es heute steht. Ein so hoch automatisiertes Unternehmen wie Cargill benötigt ein extrem gutes Wissensmanagement. Gelzer und sein Team setzten daher von Anfang an darauf, Personal auszubilden, Kompetenzen vor Ort zu schaffen und durch eine attraktive Personalarbeit auch zu halten. Das scheint gelungen, denn das Wissen aus Malchin wird mittlerweile auch exportiert: "Wir sind innovativer als unser Schwesterwerk in Frankreich und helfen dort im Rahmen der  Produkt- und Prozessentwicklung", sagt Dieter Gelzer stolz.

Keine Innovation ohne Kommunikation: Jeden Morgen gibt es ein 15-minütiges Treffen aller Bereiche. Dort wird besprochen, was gerade wo los ist und welche Besonderheiten an diesem Tag zu beachten sind. Gelebte Transparenz: Die Memos dieser Treffen sind für alle einsehbar. Freitags gibt es zusätzlich die Führungskräftebesprechung und einmal im Monat die Werksbesprechung. Führungskräfte bei Cargill sind mehrmals im Jahr außer Haus auf Schulungen. In der konzerneigenen "Leadership-Akademie" geht es da zum Beispiel um Selbsterkenntnis, Führung und Teambildung.

Gelzer erklärt: "Früher waren Schichtleiter diejenigen, die mit dem Schraubenzieher kamen, wenn etwas kaputt war. Bei Cargill sind sie heute diejenigen, die Mitarbeiter führen, und zwar an 365 Tagen rund um die Uhr. Dabei werden sie mit einer Führungskräfteausbildung unterstützt, ebenso wie ihre Stellvertreter."

Nachwuchs fördern

Für den Nachwuchs im gesamten Konzern gibt es seit neuestem ein eigenes Netzwerk, das "Young Cargill Network" (YCN). Anfang Juni 2013 fand dessen erstes Treffen auf Initiative des Malchiner Werks in Verchen am Kummerower See statt. Dass das Treffen ausgerechnet hier stattfand, war sicher kein Zufall. Die Malchiner trotzen mit dem bemerkenswerten Durchschnittsalter der Beschäftigten von ca. 39 Jahren dem demografischen Trend in Mecklenburg-Vorpommern.

Jahrgangsbeste bei der IHK-Ausbildung kommen seit Jahren regelmäßig von Cargill, wo sie stets auf offene Ohren für individuelle Karrierewege stoßen. Ein Beispiel ist die Lebensmitteltechnikerin (IHK) Jennifer Kramer, die derzeit ein duales Studium der Lebensmitteltechnologie mit dem Abschluss Master of Science an der Hochschule Neubrandenburg belegt. Dafür wurde ihre Arbeitszeit bei Cargill auf 20 h im Monat reduziert. Auf diese Weise kann sie sich etwas zum Studium dazuverdienen und gleichzeitig mit Cargill in Kontakt bleiben. Das Unternehmen wiederum freut sich auf eine weitere hochqualifizierte Ingenieurin ab 2014.

Privatleben ermöglichen

Das Zwei-Schichten-System bei Cargill vermindert die Jahresarbeitstage auf ca. 155, das spart Fahrtkosten und Wegezeiten und erleichtert die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben. Wenn es doch einmal private Schwierigkeiten gibt, sei es wichtig, darüber zu reden, betont Gelzer, um individuelle Lösungen zu finden. Das könne ein Ausstieg auf Zeit sein, um danach wieder mit Volldampf einzusteigen; es könne aber auch bedeuten, die Balance von Arbeit und Privatleben neu zu justieren. Hier entwickeln die Malchiner innovative und vor allem aber individuelle Lösungen.

Zeit für grüne Handtücher

Dass zur guten Unternehmenskultur ein Betriebsrat, die Bezahlung nach Tarif und das Ideenmanagement gehören, versteht sich fast von selbst. Ganz besonders hohe Priorität genießen bei Cargill außerdem Umwelt, Gesundheit und Sicherheit. Dieter Gelzer und Christiane Orlowski freuen sich dementsprechend darauf, dass sich bald alle Beschäftigten ein grünes Handtuch erarbeitet haben: das symbolische Geschenk für 555 Tage ohne Unfall mit Arbeitszeitausfall. Auch dieser Erfolg kommt sicher nicht von ungefähr. Personal-Sachbearbeiterin Orlowski ist nämlich auch ausgebildete Gesundheitsmanagerin und hat bei Cargill über viele Jahre systematisch ein weit über die Grenzen Malchins beachtetes betriebliches Gesundheitsmanagement installiert. Längst erhält das Unternehmen auch dazu regelmäßig Anfragen. "Zukunftsmacher" sind eben sehr gefragt!

SEBASTIAN KÖNIG

Fachkraft für Lebensmitteltechnik bei Cargill

"Das bekommen wir auch anders hin"

Der junge Mann mit dem sympathischen, offenen Blick ist ein Turbo-Typ. Drei Sachen gleichzeitig machen? Für Sebastian König kein Problem! Der Job als Steuerfachangestellter war ihm zu trocken. So suchte er als 21-jähriger nach einer Alternative. Einen aussichtsreichen Job als Maurer hätte er haben können, "immer an der frischen Luft" wäre aber nichts für ihn gewesen, "warm und trocken" schon eher. Dank seines Interesses für Lebensmittel stieß er 2005 auf den Ausbildungsberuf der Fachkraft für Lebensmitteltechnik und auf das Werk in Malchin, das damals noch Citrico hieß und heute zu Cargill gehört.

König absolviert die Ausbildung als Jahrgangsbester und erhielt ein Stipendium der IHK. "Ich bin dann studieren gegangen und habe den Abschluss als Wirtschaftsfachwirt gemacht. Dadurch bekam ich Aufstiegschancen im Werk. Ich war für ein Jahr in der Logistik tätig und arbeite jetzt im Bereich Finanzen, wo ich für das operative Controlling zuständig bin", erzählt er selbstbewusst.

Unterstützung durch Cargill

Möglich war diese Weiterbildung jedoch nur dank der Unterstützung durch das Unternehmen, erinnert er sich: "Zu dem Zeitpunkt habe ich noch in Schichten gearbeitet, mal von morgens sechs bis abends sechs Uhr, mal umgekehrt." Für das berufsbegleitende Studium bekam er eine Freistellung an den entsprechenden Tagen. Immerhin 3 Jahre pendelte er regelmäßig zwischen Rostock, Malchin und Neubrandenburg und wurde in dieser Zeit auch noch Vater. "Das geht dann nur, wenn die Freundin auch mitspielt", reflektiert er.

Das Arbeitsklima ermöglicht Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben

Auch das Unternehmen spielt mit, denn das Arbeitsklima bei Cargill ermöglicht Sebastian König die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben. Er arbeitet Gleitzeit, die Kernarbeitszeit beginnt um 9 Uhr. Seinen Start in den Arbeitstag beschreibt er so: "Wir stehen um 6 Uhr auf, haben ein gemeinsames Frühstück und bringen den Jungen in die Kita." Die Fahrt nach Hause am Nachmittag bietet ihm Zeit fürs Abschalten. "Und danach beschäftige ich mich mit der Familie." Trotzdem betont er: "Die Arbeit muss natürlich gemacht werden und man muss da sein, wenn die Arbeit da ist. Aber wenn man mal etwas Dringendes hat und früher los muss oder private Anrufe bekommt, ist das kein Problem."

"Er kennt beide Seiten, das finde ich so toll!" schwärmt die Personalsachbearbeiterin Christiane Orlowski, die auch von weiteren Beispielen erzählt, wie man bei Cargill gut alles unter einen Hut bekommt. Beispielsweise von der Mutter, die in der Mittagspause zum Lehrergespräch geht oder die Zeit schnell nutzt, um die Tochter zum Sport zu bringen. König ist überzeugt:

"Ich denke, dass ich nirgendwo anders diese Möglichkeiten gehabt hätte. Die Größe von Cargill ist schon untypisch für MV; Gesundheitstage oder Stressbelastungstests - so etwas gibt es in kleineren Unternehmen nicht."

In Notfällen kurze SMS an die Chefin

Die nächsten privaten Projekte der Familie König stehen schon an: Für den Hausbau wird gerade die Bodenplatte verlegt, ein zweites Kinderzimmer sei fest eingeplant, erzählt König lachend. Für den Fall privater Notfälle weiß Sebastian König sich bei seiner Arbeitgeberin dann gut aufgehoben. Eine SMS an die Chefin genüge in dem Fall, meint König: "Dann weiß sie was los ist und sagt: 'Herr König, machen Sie sich keinen Stress, das bekommen wir auch anders hin'."
So sieht Arbeit bei einem "Zukunftsmacher" aus.